Norddeutsche Gesellschaft für Gastroenterologie e.V.

Satzung der NDGG

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(Fas­sung vom 14.11.2014)

§1 Name und Sitz der Ge­sell­schaft

(1) Die Ge­sell­schaft führt den Namen “Nord­deut­sche Ge­sell­schaft für Gas­tro­en­te­ro­lo­gie“.
Sie ver­folgt keine wirt­schaft­li­chen Ziele, son­dern dient aus­schließ­lich und un­mit­tel­bar ge­mein­nüt­zi­gen Zwe­cken im Sinne der §§51 ff. Ab­ga­ben­ord­nung. Die Ge­sell­schaft ist selbst­los tätig.

(2) Sitz der Ge­sell­schaft ist Han­no­ver. Sie ist beim Amts­ge­richt Han­no­ver zur Ein­tra­gung in das Ver­eins­re­gis­ter an­zu­mel­den.

(3) Die Ge­sell­schaft ver­steht sich als Zu­sam­men­schluss der in Nord­deutsch­land in Kli­nik und Pra­xis tä­ti­gen und an der Gas­tro­en­te­ro­lo­gie in­ter­es­sier­ten Ärzte.


§2 Zweck der Ge­sell­schaft

(1) Zweck der Ge­sell­schaft ist die För­de­rung und Ko­or­di­nie­rung wis­sen­schaft­li­cher und
prak­ti­scher Ar­beit auf dem Ge­biet der Gas­tro­en­te­ro­lo­gie. Der Sat­zungs­zweck wird ver­wirk­licht u.a. durch:

a) För­de­rung der Zu­sam­men­ar­beit in Kli­nik und Pra­xis
b) wis­sen­schaft­li­che Ver­an­stal­tun­gen
c) För­de­rung der gas­tro­en­te­ro­lo­gi­schen Wei­ter­bil­dung und Fort­bil­dung
d) Qua­li­täts­nor­men und -kon­trol­len in der prak­ti­schen gas­tro­en­te­ro­lo­gi­schen Tä­tig­keit
e) Wahr­neh­mung be­rufs­po­li­ti­scher In­ter­es­sen

§3 Mit­glie­der der Ge­sell­schaft

(1) Die Ge­sell­schaft hat or­dent­li­che und au­ßer­or­dent­li­che Mit­glie­der.

(2) Mit­glie­der kön­nen nur Ein­zel­per­so­nen wer­den, die die An­er­ken­nung zum Fach­arzt für In­ne­re Me­di­zin sowie die Teil­ge­biets­be­zeich­nung (Schwer­punktsbe­zeich­nung) „Gas­tro­en­te­ro­lo­gie“ in der je­weils gül­ti­gen Fas­sung der Wei­ter­bil­dungs­ord­nung er­wor­ben haben oder sich in der Wei­ter­bil­dung zum Gas­tro­en­te­ro­lo­gen be­fin­den. Der Sta­tus des Wei­ter­bil­dungs­as­sis­ten­ten (WBA) muss vom Lei­ter der Kli­nik (Ab­tei­lung) be­schei­nigt wer­den. Die Dauer der Mit­glied­schaft für WBA gilt für die Zeit der Wei­ter­bil­dung zum Gas­tro­en­te­ro­lo­gen (zur Zeit 3 Jahre), ma­xi­mal je­doch 4 Jahre. Für WBA wird ein re­du­zier­ter Mit­glieds­bei­trag er­ho­ben.

(3) Die Auf­nah­me als or­dent­li­ches Mit­glied ist beim Vor­stand der Ge­sell­schaft schrift­lich zu be­an­tra­gen.

(4) Als au­ßer­or­dent­li­che Mit­glie­der kön­nen na­tür­li­che und ju­ris­ti­sche Per­so­nen auf Vor­schlag des Vor­stan­des auf­ge­nom­men wer­den, wel­che be­reit sind, die Zwe­cke der Ge­sell­schaft zu un­ter­stüt­zen. Über die Auf­nah­me ent­schei­det die Mit­glie­der­ver­samm­lung end­gül­tig.

(5) Die Mit­glied­schaft endet außer durch Tod des Mit­glie­des durch schrift­li­che Aus­tritts­er­klä­rung ge­gen­über dem Vor­stand. Der Aus­tritt kann nur zum Ende eines Jah­res mit einer Frist von 3 Mo­na­ten er­klärt wer­den.

(6) Ein Mit­glied kann aus der Ge­sell­schaft aus­ge­schlos­sen wer­den bei ver­eins­schä­di­gen­dem Ver­hal­ten oder wenn das Mit­glied Bei­trä­ge für einen Zeit­raum von 12 Mo­na­ten trotz Mah­nung durch ein­ge­schrie­be­nen Brief nicht ge­zahlt hat. Der Aus­schluss muss durch Be­schluss des Vor­stan­des (min­des­tens 4 Mit­glie­der) fest­ge­stellt wer­den.
Gegen den Be­schluss kann in­ner­halb von 2 Mo­na­ten Wi­der­spruch beim Vor­stand ein­ge­legt wer­den. Hilft der
Vor­stand dem Wi­der­spruch nicht ab, ent­schei­det die Mit­glie­der­ver­samm­lung end­gül­tig.

(7) Auf Vor­schlag des Vor­stan­des kön­nen Per­so­nen, die sich in her­vor­ra­gen­dem Maße um die Ge­sell­schaft ver­dient ge­macht haben, von der Mit­glie­der­ver­samm­lung zu Eh­ren­mit­glie­dern er­nannt wer­den. Eh­ren­mit­glie­der haben alle Rech­te der or­dent­li­chen Mit­glie­der.

(8) Ko­ope­ra­tio­nen der Ge­sell­schaft mit an­de­ren wis­sen­schaft­li­chen Fach­ge­sell­schaf­ten sind je­der­zeit mög­lich.

§4 Mit­tel und Bei­trä­ge

(1) Die Ge­sell­schaft trägt sich aus Mit­glieds­bei­trä­gen, Spen­den und sons­ti­gen Zu­wen­dun­gen, die Ver­eins­mit­tel sind aus­schließ­lich für in §2 auf­ge­führ­te Ge­sell­schafts­zwe­cke zu ver­wen­den. Die Mit­glie­der er­hal­ten keine Zu­wen­dun­gen aus Mit­teln der Ge­sell­schaft.

(2) Die Höhe des jähr­li­chen Mit­glieds­bei­tra­ges ent­schei­det auf Vor­schlag des Vor­stan­des die Mit­glie­der­ver­samm­lung. Eh­ren­mit­glie­der sind zur Zah­lung von Bei­trä­gen nicht ver­pflich­tet.

(3) Bei einer Auf­lö­sung oder Auf­he­bung der Ge­sell­schaft fällt das Ver­eins­ver­mö­gen an die Deut­sche Ge­sell­schaft zur Ret­tung Schiff­brü­chi­ger e.V., Bre­men. Die Mit­glie­der­ver­samm­lung kann im Rah­men der Ver­ein­s­auf­lö­sung mit einer Drei­vier­tel­mehr­heit der ab­ge­ge­be­nen gül­ti­gen Stim­men eine an­der­wei­ti­ge Ver­wen­dung des Ver­mö­gens zu aus­schließ­lich ge­mein­nüt­zi­gen Zwe­cken be­schlie­ßen. Die Zu­stim­mung des zu­stän­di­gen Fi­nanz­am­tes ist vor Aus­füh­rung des Be­schlus­ses ab­zu­war­ten.

§5 Or­ga­ne der Ge­sell­schaft


Die Or­ga­ne der Ge­sell­schaft sind:
1. Der Vor­stand
2. Der Wis­sen­schaft­li­che Bei­rat
3. Die Mit­glie­der­ver­samm­lung

§6 Vor­stand der Ge­sell­schaft

(1) Der Vor­stand be­steht aus 9 Mit­glie­dern. Ihm ge­hö­ren der 1. Vor­sit­zen­de, der 2. Vor­sit­zen­de, der Se­kre­tär, der stell­ver­tre­ten­de Se­kre­tär, der Schatz­meis­ter sowie 4 Bei­sit­zer an.

(2) Vor­stands­mit­glie­der im Sinne des § 26 BGB sind der 1. und der 2. Vor­sit­zen­de, fer­ner der Se­kre­tär. Je­weils zwei von ihnen ver­tre­ten den Ver­ein ge­mein­schaft­lich.

(3) Der Vor­stand ist eh­ren­amt­lich tätig. Die Mit­glie­der haben le­dig­lich An­spruch auf Er­satz ihrer Aus­la­gen, so­weit sol­che bei der Durch­füh­rung not­wen­di­ger Ver­eins­aus­ga­ben ent­stan­den sind und es die Kas­sen­la­ge zu­lässt.


§7 Wahl des Vor­stan­des

(1) Die Vor­stands­mit­glie­der wer­den auf Vor­schlag der Mit­glie­der­ver­samm­lung aus deren Mitte für die Dauer von 2 Jah­ren ge­wählt, wobei die Amts­pe­ri­ode an­läss­lich der Mit­glie­der­ver­samm­lung endet, die über die Ent­las­tung des vor­aus­ge­gan­ge­nen Ge­schäfts­jah­res be­schließt. Das Ge­schäfts­jahr, in dem die Amts­zeit be­ginnt, wird nicht mit­ge­rech­net. Die Amts­pe­ri­ode für den Se­kre­tär und sei­nen Stell­ver­tre­ter be­trägt ca. 3 Jahre. Sie endet
an­läss­lich der Mit­glie­der­ver­samm­lung, die über die Ent­las­tung für das 2. Ge­schäfts­jahr be­schließt. Das Ge­schäfts­jahr, in dem die Amts­zeit be­ginnt, wird nicht mit­ge­rech­net. Die Vor­stands­mit­glie­der sind ein­zeln zu wäh­len. Die Wie­der­wahl ist zu­läs­sig.

(2) Der Vor­stand der Ge­sell­schaft ist wenn mög­lich je zur Hälf­te aus den Rei­hen der kli­nisch tä­ti­gen und nie­der­ge­las­se­nen Ärzte zu be­set­zen. Der 1. Vor­sit­zen­de und sein Stell­ver­tre­ter soll­ten in der Regel bei­den Grup­pen an­ge­hö­ren.

(3) Die Wahl der Vor­stands­mit­glie­der er­folgt durch ge­hei­me Stimm­ab­ga­be (Stimm­zet­tel).

(4) Schei­det ein Vor­stands­mit­glied vor­zei­tig aus, so hat die Mit­glie­der­ver­samm­lung ein neues Mit­glied bei der nächs­ten Sit­zung zu wäh­len.

(5) Der Vor­stand be­rei­tet alle Ver­an­stal­tun­gen der Ge­sell­schaft, ins­be­son­de­re die Mit­glie­der­ver­samm­lung vor und führt deren Be­schlüs­se aus. Der Vor­stand soll­te min­des­tens zwei­mal im Jahr tagen. Ter­min und Ta­ges­ord­nung sind min­des­tens 4 Wo­chen vor­her be­kannt­zu­ge­ben.

(6) Der Vor­stand be­stellt den Haus­halts­plan.

(7) Der Vor­stand ist be­schluss­fä­hig, wenn die Sit­zung ord­nungs­ge­mäß ein­be­ru­fen ist un­d­min­des­tens 4 Mit­glie­der bei An­we­sen­heit des 1. oder 2. Vor­sit­zen­den und des Se­kre­tärs oder sei­nes Stell­ver­tre­ters er­schie­nen sind. Falls alle Vor­stands­mit­glie­der ein­ver­stan­den sind, kön­nen Be­schlüs­se auch au­ßer­halb einer Sit­zung auf schrift­li­chem Wege er­fol­gen.

(8) Über die Sit­zung des Vor­stan­des ist eine Nie­der­schrift an­zu­fer­ti­gen, die von einem an­we­sen­den Vor­stands­mit­glied und dem Pro­to­koll­füh­rer zu un­ter­zeich­nen ist.


§8 Wis­sen­schaft­li­cher Bei­rat

(1) Der Wis­sen­schaft­li­che Bei­rat be­steht aus bis zu 20 Mit­glie­dern der Ge­sell­schaft. Diese wer­den vom Vor­stand oder der Mit­glie­der­ver­samm­lung vor­ge­schla­gen und von der Mit­glie­der­ver­samm­lung auf die Dauer von 2 Jah­ren ge­wählt. Wie­der­wahl ist mög­lich. Die Wahl er­folgt durch ge­hei­me Stimm­ab­ga­be.

(2) Den Vor­sitz im Bei­rat führt der 1. Vor­sit­zen­de oder der Se­kre­tär der Ge­sell­schaft bzw. deren Stell­ver­tre­ter.

(3) Der Bei­rat hat die Auf­ga­be, den Vor­stand zu be­ra­ten und ihn bei der Be­sor­gung der An­ge­le­gen­hei­ten der Ge­sell­schaft zu un­ter­stüt­zen.


§9 Mit­glie­der­ver­samm­lung

(1) Die Mit­glie­der­ver­samm­lung be­steht aus den or­dent­li­chen und au­ßer­or­dent­li­chen Mit­glie­dern. Stimm­be­rech­tigt sind nur die or­dent­li­chen Mit­glie­der. Jedes Mit­glied hat nur 1 Stim­me. Eine Über­tra­gung des Stimm­rech­tes ist in be­grün­de­ten Fäl­len mög­lich.

(2) Die Mit­glie­der­ver­samm­lung muss min­des­tens ein­mal im Ge­schäfts­jahr vom Vor­stand ein­be­ru­fen wer­den, und zwar mit Ein­la­dungs­frist von 4 Wo­chen. Die Ein­la­dung, unter Bei­fü­gung der Ta­ges­ord­nung, er­folgt in Text­form gemäß § 126b BGB, also na­ment­lich mit ein­fa­chem Brief, Te­le­fax oder E-Mail. Die Ein­la­dung ist vom Vor­stand in ver­tre­tungs­be­rech­tig­ter An­zahl zu un­ter­zeich­nen; Kopie oder Scan der Un­ter­schrif­ten ge­nügt.

(3) Auf­ga­ben der Mit­glie­der­ver­samm­lung sind u.a.:
a) Wahl des Vor­stan­des
b) Wahl des Wis­sen­schaft­li­chen Bei­ra­tes
c) Ent­ge­gen­nah­me des Jah­res­be­rich­tes
d) Ab­nah­me der Jah­res­ab­rech­nung und Be­richt der Rech­nungs­prü­fer
e) Wahl von 2 Rech­nungs­prü­fern
f) Ent­las­tung des Vor­stan­des
g) Sat­zungs­än­de­rung
h) Auf­lö­sung des Ver­eins

(4) Die Mit­glie­der­ver­samm­lung hat die Ge­schäfts­ord­nung zu be­schlie­ßen.

(5) Den Vor­sitz in der Mit­glie­der­ver­samm­lung führt der 1. Vor­sit­zen­de der Ge­sell­schaft oder sein nächs­ter Stell­ver­tre­ter.

(6) Die Mit­glie­der­ver­samm­lung ist stets be­schluss­fä­hig, ohne Rück­sicht auf die An­zahl der an­we­sen­den stimm­be­rech­tig­ten Mit­glie­der.

(7) Bei Ab­stim­mung ent­schei­det die ein­fa­che Stim­men­mehr­heit der ab­ge­ge­be­nen gül­ti­gen Stim­men, so­weit die Sat­zung nichts an­de­res be­stimmt. Be­schlüs­se über Sat­zungs­än­de­run­gen be­dür­fen der Drei­vier­tel­mehr­heit. Bei Stim­men­gleich­heit ent­schei­det der 1. Vor­sit­zen­de.

(8) Zu einer Ein­be­ru­fung einer au­ßer­or­dent­li­chen Mit­glie­der­ver­samm­lung ist der Vor­stand ver­pflich­tet,
wenn er diese für er­for­der­lich hält oder wenn es von einem Fünf­tel der am 1. Ja­nu­ar des lau­fen­den Ge­schäfts­jah­res vor­han­de­nen Mit­glie­der schrift­lich unter An­ga­be einer be­stimm­ten Ta­ges­ord­nung be­an­tragt wird.

(9) Über die Mit­glie­der­ver­samm­lung ist eine Nie­der­schrift auf­zu­neh­men, die vom Sit­zungs­lei­ter und dem Schrift­füh­rer oder dem vorn Sit­zungs­lei­ter be­stell­ten Pro­to­koll­füh­rer zu un­ter­zeich­nen ist.

(10) Die Auf­lö­sung der Ge­sell­schaft kann nur durch Ein­be­ru­fung einer au­ßer­or­dent­li­chen Mit­glie­der­ver­samm­lung
er­fol­gen und be­darf der Drei­vier­tel­mehr­heit.


§ 10 Rech­nungs­prü­fung

Für die Prü­fung mit der Kas­sen- und Rech­nungs­füh­rung der Ge­sell­schaft wer­den von der Mit­glie­der­ver­samm­lung 2 Rech­nungs­prü­fer ge­wählt, die nicht dem Vor­stand an­ge­hö­ren dür­fen. Die Rech­nungs­prü­fer müs­sen recht­zei­tig den Jah­res­ab­schluss vor der nächs­ten Mit­glie­der­ver­samm­lung vor­ge­legt be­kom­men. Die Rech­nungs­prü­fer er­stat­ten der
Mit­glie­der­ver­samm­lung Be­richt über die Prü­fung des Jah­res­ab­schlus­ses und be­an­tra­gen Ent­las­tung des Vor­stan­des.


§ 11 Das Ge­schäfts­jahr ist das Ka­len­der­jahr.


§ 12 Die Sat­zung der Ge­sell­schaft tritt mit der Ein­tra­gung in das Ver­eins­re­gis­ter in Kraft.


14.11.2014, Dr. med. P. N. Meier, Dr. med. T. Thom­sen